Eine düstere Gattung der Malerei waren im 17. Jahrhundert Gemälde, die symbolisch – durch eine Vielzahl von Gegenständen – die Vergänglichkeit des irdischen Lebens darstellten.
In der goldenen Ära des niederländischen Barocks kehrten bestimmte Vanitas-Elemente, vielfach in einer Wirrnis, immer wieder.
Bekannte Maler, wie van Gogh, Holbein, van Steenwyk haben sich dieser, für sie christlich-reformierten, Kunst angenommen, wissend, in wohlhabenden protestantischen Bürgern Käufer zu finden. Mit diesen symbolträchtigen Gemälden wollte man den Unterschied zum römischen Katholizismus herausstellen.
Im Stil dieser alten Meister habe ich versucht, ein eigenes Werk zu komponieren. Dabei war mir die Lichtführung und die Anordnung der einzelnen Elemente ein besonderes Anliegen.
Das Licht, mit den Genüssen des Lebens im Vordergrund, versinkt in der undurchdringlichen Dunkelheit hinter dem Totenschädel.
Gold, Schmuck und Münzen stehen für Reichtum und Macht.
Weingläser, Würfel und Geige zeugen von irdischem Vergnügen.
Buch und Feder sind Symbole des Wissens.
Eine Zitrone zeigt, dass all´ diese Dinge zwar attraktiv aber trotzdem sauer und bitter sind.
Die Unvermeidlichkeit des Todes wird durch die Sanduhr, die Kerzen und die welken Blumen vermittelt.
Schmetterling steht für die Seele und die Auferstehung, die Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod. Aber auch Sinnbild des flüchtigen Lebens und der Vergänglichkeit. Symbol des Sterbens und der Wiedergeburt.
Schlussendlich setzt der Totenschädel ein Finale. Er schaut zurück in das Leben und gibt der Vergänglichkeit ein Gesicht.













